
Hören Sie auf, die Luft zu erhitzen: Eine intelligente Methode zum Pulverbeschichten
Wenn Sie mit geringen Pufferzeiten arbeiten müssen, sind die Energiekosten sowie die Bearbeitungszeiten die einzigen Faktoren, die zählen. Wenn diese Werte nicht stimmen, verlieren Sie Geld.
Die meisten Betriebe setzen auf Konvektionsöfen. Das Problem? Sie sind äußerst verschwenderisch – man gibt viel Geld aus, um die Luft sowie die Wände des Ofens zu erhitzen, bevor die zu behandelnden Teile überhaupt warm werden. Es ist, als würde man ein Haus erst durch Erwärmen der Einfahrt aufwärmen wollen.
Dabei kommen Kurzwellen-Infrarotstrahlen ins Spiel. Anstatt die Luft zu erwärmen, gelangt die Wärme direkt auf das Material.
Wie es wirklich funktioniert
Stellen Sie sich vor, die Sonne trifft an einem kalten Tag auf Ihre Haut. Sie spüren zunächst nicht, dass die Luft warm wird – stattdessen spüren Sie sofort die Wärme. Infrarotstrahlen nutzen genau diese Art von Energie. Sie treffen sofort auf das Pulver und das Metall, wodurch der Verbindungsprozess viel schneller in Gang kommt. So kann man die erforderliche Temperatur in einer Bruchteil der Zeit erreichen, die ein herkömmlicher Ofen braucht.
Mehr Teile, weniger Platz
Da Infrarotstrahlen so effizient sind, benötigt man keinen riesigen Ofen, der die Hälfte des Arbeitsraums einnimmt. Dadurch wird weniger Wärme entweichen, und es bleibt mehr Platz für andere Geräte.
Der eigentliche Vorteil ist die höhere Produktivität. Wir haben gesehen, dass Betriebe dadurch viel mehr Teile pro Stunde herstellen können – schließlich muss man nicht mehr auf das Auskühlen der Luft warten. Man kann einfach weitermachen.
Die Herausforderungen
Infrarotstrahlen sind jedoch kein „set-it-and-forget-it“-Tool. Wenn die Einstellungen falsch sind, kann es zu Problemen kommen. Die Ränder der dünnen Teile könnten verbrennen, oder es entsteht eine unerwünschte „Orangenhaut“-Struktur. Man benötigt daher eine ordentliche Anordnung der Komponenten sowie präzise Steuergeräte, damit die Wärme gleichmäßig auf alle Stellen des Teils trifft. Es erfordert etwas Aufwand, aber es lohnt sich.
Der tatsächliche Nutzen
Die Reduzierung der Aushärtungszeit von 20 Minuten auf 5 Minuten ist nicht nur ein Trick, um Zeit zu sparen. Es geht dabei auch um die Kilowattstunden pro Teil. Wenn man um jeden Cent Gewinn kämpft, ist der einzige Weg, die Kosten zu senken, mehr Teile mit einem kleineren, schnelleren System herzustellen.
Hören Sie auf, Geld für die Erwärmung der Luft auszugeben. Beginnen Sie stattdessen damit, die Teile selbst zu erhitzen.