
Die richtige Anordnung der Lampen auf Anhieb erreichen
Wenn Sie schon einmal mit einem Textil-Bügeleisen gearbeitet haben, wissen Sie, wie schwierig das sein kann. Man muss genau das richtige Temperaturniveau finden – genug Wärme, um den Stoff zu straffen, aber nicht so viel, dass der Stoff verbrennt. Meistens ist es eine Art Ratespiel, die Infrarotlampen an die richtige Stelle zu bringen. Man montiert sie, führt einen Test durch – stellt fest, dass es noch kühle Stellen gibt – und muss anschließend stundenlang manuell die Halterungen verschieben. Das ist wirklich ärgerlich.
Deshalb verwenden wir jetzt digitale Zwillinge. Anstatt mit der Hardware herumzuspielen, erstellen wir zunächst eine virtuelle Version der Maschine. So können wir genau sehen, wo die Wärme entsteht – noch bevor eine einzige Lampe angeschlossen wird.
Den „idealen Punkt“ finden
Bei Infrarotlampen ist Abstand entscheidend. Wenn die Lampen zu weit voneinander entfernt sind, entstehen unangenehm kalte Stellen. Zu nahe zusammen? Dann besteht die Gefahr des Verbrennens. Wir nutzen Simulationen, um genau herauszufinden, wie sich die Strahlung überlappen. So können wir die Leistung sowie die Winkel in einem virtuellen Raum anpassen. Wir können die Höhe und Neigung der Lampen so einstellen, dass die Wärme gleichmäßig über die gesamte Breite des Stoffs verteilt wird. Kein „Hoffen auf das Beste“ mehr.
Wärme gegenüber der Hardware
Man könnte sich fragen: „Warum nicht einfach Lampen mit hoher Leistung nutzen?“
Klar, synthetische Fasern profitieren von dieser schnellen Erhitzung. Doch es gibt ein Problem: Wenn man zu viele leistungsstarke Lampen in einem engen Raum unterbringt, verwandelt sich der Maschinenrahmen im Prinzip in einen Ofen. Das erzeugt enorme Belastungen für die konstruktiven Komponenten der Maschine.
Wir nutzen Simulationen, um die minimale Anzahl an Lampen zu ermitteln, die benötigt wird, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Dadurch bleibt der Stoff perfekt gestrafft – und die Maschine wird nicht überlastet.
Mehr Stoff pro Minute verarbeiten
Das Beste daran: Wenn die Lampen perfekt ausgerichtet sind, kann man die Geschwindigkeit erhöhen. Da die Wärmeverteilung so präzise ist, braucht man keine großen „Pufferzonen“ in der Heizkammer. Der Temperaturgradient ist viel geringer – dadurch erreicht der Stoff sein Zieltemperatur viel schneller. Man kann somit mehr Meter Stoff pro Stunde verarbeiten, ohne sich Sorgen um die Qualität machen zu müssen. Zudem muss man wegen der digitalen Anordnung der Lampen nicht tagelang vor Ort herumfummeln. Man schaltet die Maschine einfach ein – und sie funktioniert.